Die Türen werden abgenommen, es ist also nichts zwischen dir und der Stadt — keine Minute lang. Das ändert die Vorbereitung, nicht das Fliegen. Sei mindestens eine Stunde vorher da: Wer zu spät kommt, kann abgewiesen werden, weil Einweisung und Gurtzeug genau diese Zeit brauchen. Du wirst am Rumpf angegurtet und bekommst eine Leine, die dein Telefon am Gurtzeug hält. Geschlossene Schuhe, nichts Loses — was herausfallen kann, fällt heraus. Die Sitze werden nach Gewicht und Schwerpunkt zugeteilt; du suchst dir deine Seite also nicht aus.
Zwanzig Minuten bringen dir die westlichen Strände — Barra da Tijuca, Joatinga, São Conrado, Leblon — dann die Lagoa Rodrigo de Freitas, den Jockey Club, den Botanischen Garten und den Corcovado. Dreißig Minuten nehmen den Arpoador dazu, den Felsen zwischen Ipanema und Copacabana. Vierzig bringen das Maracanã-Stadion und sind die einzige Länge ohne Türen, die die Küste verlässt. Der Corcovado ist auf allen drei Längen dabei.
Ein Betreiber baut den ganzen Flug um die Bilder herum: fünfunddreißig Minuten mit zwei Fotopausen — der Verkäufer nennt sie „stops" — bei denen du die Füße nach draußen hängen darfst. Die eine liegt über der Pedra do Arpoador zwischen Ipanema und Copacabana, die andere am Corcovado mit dem Zuckerhut dahinter. Die für dieses Produkt ausgewiesenen Etappen summieren sich auf siebzehn Minuten Flug; der Rest der beworbenen Zeit sind diese beiden Pausen. Das ist der Flug, wenn dir das Bild mehr wert ist als die Kilometer. Alles andere in dieser Kategorie ist eine normale Runde mit abgenommenen Türen.